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Ab in die Wüste ...

die fliegerische Freiheit in den Staaten.

 

Ankunft
Paperwork SanBernadino
Begleitet wurden wir von Werner, Fluglehrer an unserer Schule und von Lothar, dem Mitbesitzer und Ausbildungsleiter der Flugschule München Jesenwang. Beide, Werner und Lothar, hatten alleine und gemeinsam auf vielen Trips die USA durchquert und sollten nun unsere Scouts bei diesem Abenteuer werden.

Lothar, der in den USA gelebt hat und seit ein paar Jahren die Geschäfte der Flugschule in der Nähe von München, genauer gesagt in Jesenwang EDMJ leitet, hat die Idee entwickelt, flugbegeisterten Piloten, die aus der Enge der deutschen Lufträume ausbrechen wollen, die fliegerische Freiheit in den Staaten zu zeigen. Wobei es ihm nicht darum geht, weitere Flugschulen z. B. wie oft berichtet in Florida zu empfehlen (die vermeintlich alles viel schneller und billiger als Schulen in Deutschland machen), sondern Piloten aus Deutschland die natürliche Freiheit des Fliegens zu vermitteln, ohne Flugleiter, PPR, Betriebszeiten-, Vogel-, Arten- und Lärmschutzbeschränkungen.

Fliegen wie Auto fahren und das Flugzeug als sinnvolles Verkehrsmittel einsetzen. Ganz nebenbei sollte die Schönheit des Landes vermittelt und die Routine des Fliegens erhöht werden.

Die Vorbereitungen für die Reise begannen im November und bestanden unter anderem darin, im Vorfeld die Anerkennung unserer deutschen Lizenz bei der FAA zu beantragen. Dies ging, verglichen mit der deutschen Bürokratie, schnell und unproblematisch. Wir erhielten bereits vor unserer Abreise die Nachricht von der FAA, dass wir unsere Lizenzen im Distrikt Of-fice, dem FSDO in Las Vegas abholen können.

Da wir auch eine Glasscockpit Maschine gebucht hatten, absolvierten wir vor der Abreise die von Lothar verordneten 5 Stunden „Groundcourse“ an einem verschneiten Dezembersonntag in Jesenwang.

Für einige von uns fliegerischen Greenhorns war es auch die allererste Begegnung mit den USA überhaupt, somit legten wir unser Schicksal in die noch von Eis und Schnee gegerbten Fluglehrerhände der alten USA-Hasen, von Werner und Lothar.
Mit dem gemeinsamen Ziel nicht nur ein paar schöne Tage bei bestem Fliegerwetter in einem anderen Land zu erleben, sondern auch die Zeit und die Gelegenheit zu nutzen die Nachtflugberechtigung zu erwerben, starteten wir in dieses Abenteuer.

Für den Erwerb der Nachtflugberechtigung hatte Lothar einen entsprechenden Antrag auf Anerkennung des exterritorialen Trainings beim zuständigen Luftamt gestellt. Schnell und unbürokratisch erhielten wir noch vor unserer Abreise das grüne Licht von der Behörde. Neben diesem hochgesteckten „Karriereziel“ wollten wir ganz nebenbei herausfinden, ob die fliegerische Freiheit in Amerika immer noch grenzenlos ist.